Jugendkommission

Die Jugend ist unsere Zukunft, umso mehr muss sie gefördert werden. Zahlreiche Überlieferungen der Ahl ul Bayt (a.s.) betonen und ehren die Anstrengung und Arbeit der Jugend, und welchen Stand sie bei Allah (s.t.) genießt. Der jugendliche Eifer und ihre Neugier sind wichtige Motivationsfaktoren, die unsere Gesellschaft weiterbringen. Sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher und spiritueller Ebene sollten sie begleitet werden.

Daher hat es sich die IGS zur Aufgabe gemacht, schiitischen Jugendgruppen ein Forum zu bieten, indem sie sich kennenlernen, austauschen und etwas Gemeinsames schaffen können. Des Weiteren sollen sie bei ihrer eigenen Arbeit organisatorisch, bildungstechnisch und strukturell unterstützt werden. Konkret geschieht das durch eine Vernetzung, die hier auf der Seite ihren Mittelpunkt hat. Dafür stehen eigens verantwortliche Ansprechpartner und auch der IGS-Vorstand zur Verfügung.

Jede Jugendgruppe sollte eine Selbstbeschreibung auf ihrem erstellten Profil tätigen. Durch eine Facebook-App, in der diese IGS-Seite eingebettet ist, können Artikel und Neuigkeiten vom IGS-Vorstand schnell abgerufen werden. Auch können Jugendgruppen ihre Arbeit und Projekte vorstellen und mit anderen teilen. Im Zwei-Monatstakt werden diese Artikel zusätzlich über den Newsletter an alle Jugendgruppenleiter und andere Interessierte verschickt.

Ein weiteres Vorhaben in der Jugendkommission ist die Mitorganisation von Tagungen für und mit den Jugendgruppen. Die Gruppenleiter sind dazu angehalten, die Ergebnisse und Entwicklung ihrer Arbeit vorzustellen. Es können aber auch Veranstaltungen zu bestimmten Anlässen gemacht werden, und bestimmte Seminare und Workshops, in denen die Kompetenzen gestärkt werden, wie richtiges Präsentieren, freies Sprechen, Schreibwerkstatt usw.

Durch Vernetzung und Tagungen will die Jugendkommission der IGS daher die muslimische Jugend voranbringen und fördern.

Akademisches Symposium

Ein Symposium gibt Wissenschaftlern, Fachleuten und Gelehrten die Möglichkeit, Erkenntnisse und Ergebnisse ihrer Arbeit vorzustellen und sie mit anderen auszutauschen. Auch sind Symposien Plattformen, um Probleme und Fragestellungen in gesellschaftlicher, politischer und religiöser Hinsicht auf akademischer Ebene zu diskutieren. Die Zusammenkunft geschieht dann oft auf interdisziplinärer Grundlage. Imam Ali (as) sagte: „Wer (verschiedene) Meinungen empfängt, erkennt die Schauplätze der Fehler.“ (Nahdsch ul Balagha, 173. Weisheit) Oft empfingen der Prophet Muhammad (sas) und auch die anderen Imame, besonders Imam as Sadiq (as), der in einer Zeit der aufblühenden Wissenschaft lebte, Gelehrte aus anderen Religionen, Anschauungen und Disziplinen und tauschten sich mit ihnen auf hohem Niveau aus.

Die IGS will diese Tradition weiterführen und den Austausch unter Akademikern auf Symposien organisieren und gestalten. Das erste Symposium ist bereits in Bearbeitung und soll den Titel „Muslimische Identität in Deutschland“ tragen. Dafür werden namenhafte Wissenschaftler und Akademiker aus entsprechenden Bereichen eingeladen.

Für weitere Informationen bitten wir Sie regelmäßig diese Seite zu besuchen. Auch zu zukünftigen Symposien werden Sie hier zeitnah informiert.

Bei gegebenem Anlass können die Beiträge und Ergebnisse des Symposiums zu einem Sammelheft zusammengetragen werden.

Studentennetzwerk

Was die gegenwärtige Epoche besonders auszeichnet, ist eine Art neue Vergesellschaftungsform und zwar die Netzwerke. Dank der Globalisierung, des Internets und der außerordentlichen Fähigkeit mit jedem und allem zu kommunizieren, eröffnet es dem Einzelnen viele und weite Welten anderen Denkens, Möglichkeiten, Optionen und Entwicklung. Sich also in Beziehung zu anderen Menschen zu setzen, die auch Hunderte von Kilometern entfernt sind und sich mit ihnen auszutauschen, ist eine große Errungenschaft unserer heutigen Zeit. Unterschiedlichste Gruppierungen aus verschiedensten Bereichen nutzen diese Form des Austauschs, der Organisation und der Strukturierung.

Auch die Organisation unter den Muslimen hier in Deutschland läuft u.a. über Netzwerke, wie Dachorganisation, so z.B. die IGS. Eine Vernetzung auf akademischer Ebene will die IGS für die schiitischen Studierenden bieten. Damit sollen besonders die Unterstützung, Rückhalt und die Möglichkeit von Erfahrungsaustausch gesichert werden.

Die IGS dient hier vor allem als Medium und Informationsplattform. Regelmäßig werden Neuigkeiten über Studienförderungen, Weiterbildungsmöglichkeiten, Veranstaltungen, Tagungen und ähnliches, besonders aber auch eigene Seminare, indem sich die Studierenden persönlich austauschen können, informiert. Des Weiteren wird Unterstützung bei Anträgen, Härtefällen, Wohnungssuche, Auslandssemester und anderen Schwierigkeiten rund ums Studium angeboten.

Damit Studierende bestimmte Anliegen, Schwierigkeiten oder auch Nachrichten in das Netzwerk und an die IGS herantragen können, agieren an ausgewählten, großen Universitäten Vertreter, die für die Studenten als Ansprechpartner dienen. Durch diese Vertretung wird eine rasche und gebündelte Arbeitsmethode und Kanalisierung gewährt.

Das Studentennetzwerk der IGS garantiert also:

  • Vernetzung von Studierenden
  • Neuigkeiten rund um das Studium
  • Unterstützung im Studium
  • Vertretung zu IGS

(Damit ihr von der Vernetzung, Nachrichten, Unterstützung und auch Vertreter nun profitieren könnt, reicht bitte ein Studiennachweis ein. Hiernach gibt es erstmal ein Starterpaket, was das nötige Werkzeug im Laufe eures Studiums bietet, wie Block, Kugelschreiber, Schlüsselanhänger…)

Deutschlandweite Festveranstaltung Ghadir Khumm 2013 & 2014

Am 26. Oktober 2013 fand die erste jährliche Ghadir-Khumm-Festveranstaltung der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS) in Mainz statt. Über 1000 Besucher aus ganz Deutschland nahmen an dieser Veranstaltung in deutscher Sprache teil. Darunter waren hochrangige diplomatische Vertreter verschiedener islamischer Länder, sowie Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Medien.

Das Hauptprogramm bestand aus verschiedenen Vorträgen namhafter Redner. Darunter war der ehrenwerte Ayatollah Dr. Reza Ramezani, der Imam und Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). Weitere Redner waren Sayed Mohammad Amer (Vertreter von Ayatollah Seyyed Sistani in Deutschland), Scheich Tim Hussein Leibner und Bassam Hamza. Die Redner verdeutlichten in ihren Ansprachen die Stellung des Befehlshabers der Gläubigen, Imam Ali, und erinnerten an die alle Menschen betreffende Bedeutung des ehrwürdigen Ereignisses bei Ghadir Khumm. Ihre Worte waren geprägt von der Einheit der schiitischen Muslime und der Würdigung der islamischen Werte, welche uns durch die Ahlul-Bayt vermittelt wurden.

Eine Besonderheit dieser Veranstaltung war die erstmalige Auszeichnung besonderer Leistungen. Als „Projekt des Jahres 2013“ wurde die deutschsprachige „Gemeinschaft der Mitte“ aus Köln ausgezeichnet, die innerhalb kürzester Zeit zahlreiche islamische Angebote für Muslime bereitgestellt hat. Den Preis für die beste „Akademische Arbeit des Jahres 2013“ gewann Jasmin Mazraani für ihre Bachelorarbeit „Gerechtigkeit und Freiheit im Gesellschafts- und Herrschaftsideal des Ali ibn Abi Talib“. Diese Auszeichnungen sollen besonders die Bedeutsamkeit gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Arbeiten hervorheben, um zukünftige Bemühungen in diesen Bereichen zu fördern, sodass ein muslimischer Wissens- und Bildungsbeitrag für die Gesellschaft, Forschung und Wissenschaft geleistet werden kann. Dafür wurden beide Preise mit 500€ belohnt.

Neben dem Hauptprogramm hatten die Gäste die Möglichkeit, an den zahlreichen Verkaufsständen in einem Nebensaal islamische Bücher, religiöse Gebrauchsartikel und islamische Kalligrafie zu erwerben. Des Weiteren informierten die Al-Ayn Stiftung für Waisenkinder im Irak e.V., das Waisenkinder Projekt Libanon e.V., einige IGS-Mitgliedsgemeinden sowie der IGS-Infostand die Besucher über ihre Arbeit. Diese Bereitstellung an Informationen an den Info-Ständen soll dem Austausch und der Förderung des sozialen Engagements der Schiiten dienen.

Über der Dauer der gesamten Festveranstaltung wurde eine Kinderbetreuung mit einem bunten Programm angeboten. Das Kinderbetreuungs-Team spielte, malte und bastelte mit dem Nachwuchs und erzählte den Kindern islamische Geschichten. Am Ende der Festveranstaltung erhielten alle Kinder kleine Geschenke. Den Abschluss der ersten jährlichen Festveranstaltung Ghadir- Khumm 2013 bildeten die gemeinsame Mahlzeit in einer geschwisterlich-familiären Atmosphäre und das Gemeinschaftsgebet in einem eigens dafür aufgebauten Zelt im Freihen.

Diese erste deutschlandweite Festveranstaltung Ghadir-Khumm 2013 war eine seltene Gelegenheit, alle in Deutschland lebenden Schiiten zu einem großen Fest einladen und zusammenbringen zu dürfen. Das Ghadir-Khumm-Fest schafft einen hervorragenden Anlass zur Etablierung einer neuen Tradition in Deutschland, um die Einheit der schiitischen Muslime durch die Botschaft von Ghadir-Khumm zu stärken. Somit wird für das Jahr 2014 die „Zweite jährliche Festveranstaltung Ghadir-Khumm“ geplant.

Um dem Ansturm der Gäste gerecht zu werden, wird die Festveranstaltung im Oktober 2014 in einem größeren Saal in der Landeshauptstadt Hessens, Wiesbaden, abgehalten. Auch in diesem Jahr werden große Redner und Vertreter aus Politik und Gesellschaft eingeladen und Preise für „Das Projekt des Jahres 2014“ und die „Akademische Arbeit des Jahres 2014“ verliehen. Dazu möchte die IGS eine große Werbekampagne mit Werbevideos und Veranstaltungsflyern durchführen, um möglichst viele Geschwister und Moscheegemeinden zu erreichen und sie zu ermutigen, sich für die Auszeichnungen zu bewerben.

Eine Zusammenarbeit vieler Moscheegemeinden und Geschwister bei der Organisation und Durchführung der Festveranstaltung Ghadir-Khumm bezweckt den stärkeren Zusammenhalt und Engagement der schiitischen Muslime in Deutschland. Als ein neuer Programmpunkt der Veranstaltung soll in diesem Jahr eine Podiumsdiskussion mit den geladenen Rednern abgehalten werden und zudem sollen mehrere Nasheed-Gesänge sowie ein prächtiges Kinderprogramm für eine festliche Stimmung an diesem gesegneten Tag des Ghadir-Khumm sorgen. Während der Veranstaltung haben Geschwister aus ganz Deutschland die Möglichkeit ihre Projekte, ihre islamische Arbeit und islamische Produkte den Gästen vorstellen und anbieten zu können, um eine Kultur des geschwisterlichen Austausches und islamischen Engagements zu beleben.

An diesem Tag kommen viele Schiiten aus ganz Deutschland zusammen, wozu sie sonst im ganzen Jahr kaum die Gelegenheit haben, um gemeinsam mit der IGS den Festtag Ghadir-Khumm zu begehen. Denn die „Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands“ vereint als Dachverband alle Schiiten in Deutschland und vertritt ihre Interessen sowohl vor den staatlichen als auch nicht-staatlichen Institutionen.

Die jährliche Festveranstaltung Ghadir-Khumm stiftet das Bewusstsein einer neuen schiitischen Identität in Deutschland und bringt die Schiiten Deutschlands zusammen.